SPD: Zuerst Wohnungsbau-Konzept, dann Verhandlungen mit der BImA

Veröffentlicht am 20.07.2016 in Ortsverein

Foto: Simon Abraham, Peter Bresinski, Sabine Rebmann, Daniel Born, MdL, Neza Yildirim, Robin Pitsch

„Nicht nur der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in Schwetzingen ist groß, das gleiche gilt für den Anspruch an Lage und Qualität“. Dies stellte Simon Abraham, SPD-Stadtrat auf einem Treffen Schwetzinger Sozialdemokraten und Peter Bresinski, Geschäftsführer der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz Heidelberg (GGH) fest. Die SPD-Fraktion hatte Peter Bresinski als Experte eingeladen, um mit ihm über die Gründung einer Schwetzinger Entwicklungs- und Wohnbaugesellschaft GmbH & Co. KG (SEW) zu sprechen die im Gemeinderat am 12. Mai beschlossen wurde.

„Einfache Wohnungen zum Nulltarif gibt es nicht", machte Bresinski zugleich deutlich. Er erklärte, die Rahmenbedingungen für mögliche Investoren müssten zudem attraktiver gestaltet werden und er hofft auf sinnvolle Zuschüsse des Bundes. Und er stellte fest: „Der soziale Wohnungsbau braucht mehr Beachtung." Die Stadt Schwetzingen müsse, alle vorhandenen Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen.

Robin Pitsch, SPD-Fraktionsvorsitzender meinte: „Beim Bedarf muss man sehr genau hinschauen und sensibel auf die Bedürfnisse der Wohnungssuchenden eingehen." So dürfe die Entwicklung von Wohnraumflächen nicht nur dem privaten Markt überlassen werden. Die Wohnraumstruktur sollte vielfältige Bedürfnisse und Anforderungen berücksichtigen. „Für den Erhalt und die Schaffung günstigen Wohnraums müssen wir klare Regeln benennen“, so Pitsch. Peter Bresinski führte als Beispiel den Erwerb von 14,2 Hektar Konversionsflächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), das Mark Twain Village in der Heidelberger Südstadt an. Dazu hätte man die Firma „MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. KG“ gegründet. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 320 Millionen Euro wird die Gesellschaft Wohnungen und ergänzende Gewerbeflächen herstellen. Dazu wird sie Bestandsgebäude sanieren sowie Neubauten errichten, jeweils zur Vermietung und zum Verkauf. „Nach den Vorgaben der Stadt Heidelberg schaffen wir hier Wohnraum, der für einen Großteil der Bürger bezahlbar ist“, so Bresinski. 70 Prozent der Miet- und Eigentumswohnungen seien für Haushalte vorgesehen, die die Einkommensgrenzen nach dem Landeswohnraumförderungsprogramm erfüllen oder unterschreiten.

In Bezug auf die Konversion stellte Bresinski deshalb die zentrale Frage: „Zu welchem Preis bekommt die Stadt Schwetzingen die Konversionsflächen der US-Army? Damit man mit der BImA in Vertragsverhandlungen eintreten kann, sei es wichtig, klare Konzepte zu präsentieren. „Wenn sozialer Wohnungsbau im Mittelpunkt der Verhandlungen steht, wird der Erwerb eher günstiger“, so der GGH-Geschäftsführer. In Heidelberg seien neben der GGH noch weiter Gesellschafter in das Konversionsprojekt eingestiegen. Er nannte die Baugenossenschaft Familienheim Heidelberg eG, die Baugenossenschaft Neu Heidelberg eG, die Heidelberger Volksbank eG und die Volksbank Kurpfalz eG.

Simon Abraham bedankte sich bei dem Wohnungsbauexperten mit einem besonderen Getränk. Direkt neben dem Konversionsgelände sei das „Jubiläumsbier 1250“ entstand. Der untergärige Lagerbock wäre mit dem neuen Hallertauer Hopfen „Huell Melon“ gebraut worden. Bresinski, der gebürtige Kölner freute sich über das Geschenk, fügte aber an, dass er etwas gebraucht hätte um sich an die hiesigen Biersorten zu gewöhnen.

 

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