SPD: Stoibers Verachtung der Menschen im Osten geht auf Kosten des Zusammenhalts

Veröffentlicht am 12.08.2005 in Wahlen

Ute Vogt: „Die Union hat auf der Jagd nach Zielgruppen und Wählerstimmen keine Hemmungen, die Menschen gegeneinander auszuspielen“

Die SPD-Landesvorsitzende und stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Ute Vogt hat CSU-Chef Edmund Stoiber eine „tiefe Spaltermentalität“ und „mangelndes Nationalitätsbewusstsein“ vorgeworfen.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung in der vergangenen Woche in Baden-Württemberg hatte Stoiber gesagt, er akzeptiere nicht, „dass der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird. Die Frustrierten dürfen nicht über Deutschlands Zukunft bestimmen.“

Vogt erklärte, Stoibers „Verachtung der Menschen im Osten“ gehe auf Kosten des Zusammenhalts und gefährde den sozialen Frieden in Deutschland. Ministerpräsident
Oettinger solle sich das nächste Mal besser überlegen, welche Wahlkampfunterstützung er nach Baden-Württemberg hole.

„Es zeigt sich wieder einmal: die Union hat auf der Jagd nach Zielgruppen und Wählerstimmen keine Hemmungen, die Menschen gegeneinander auszuspielen“, so Vogt, „ob Arm gegen Reich, ob Alt gegen Jung, ob Gesunde gegen Kranke oder ob Ost gegen West. So etwas darf Deutschland nicht regieren.“

 

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