"Theresia Bauer muss endlich für anständige Arbeitsbedingungen beim Studierendenwerk in Heidelberg sorgen“

Veröffentlicht am 09.08.2018 in Landespolitik

Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck reagiert auf die erneuten Vorwürfe der studentischen Beschäftigten des Studierendenwerks

 

Heidelberg/Ladenburg. Die Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk beschäftigen erneut die Landesregierung. Der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck greift in einer parlamentarischen Anfrage die neuerlichen Vorwürfe der dort beschäftigten Studierenden auf. Diese haben in einem offenen Brief die Personalpolitik des Studierendenwerks und den Umgang mit jenen Mitarbeitern, die sich für die Abschaffung der Tagesarbeitsverträge eingesetzt hatten, scharf kritisiert.

Die Arbeitsbedingungen beim Studierendenwerk stehen bereits seit längerem in der Kritik. Aufgrund öffentlichen und politischen Drucks wurden die Tagesarbeitsverträge erst im Frühjahr abgeschafft. In ihrem offenen Brief prangern die studentischen Beschäftigten an, dass insbesondere die Verträge von studentischen Mitarbeitern, die sich für die Abschaffung der Tagesarbeitsverträge eingesetzt hatten, nicht verlängert wurden oder diese unfreiwillig an andere Standorte zwangsversetzt wurden.

„Über die Personalpolitik beim Studierendenwerk in Heidelberg kann man nur den Kopf schütteln. Besonders empörend ist, dass versucht wird, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzuschüchtern, die sich für angemessene Arbeitsbedingungen einsetzen. Das ist für die öffentliche Hand als Arbeitgeber absolut unwürdig und inakzeptabel“,

bezieht der Sozialdemokrat klar Position.

Entsprechend entschlossen geht der Bildungspolitiker den Vorwürfen nach. In einer Kleinen Anfrage stellt er der Landesregierung neun Fragen zur Arbeitssituation beim Studierendenwerk in Heidelberg. Hierbei geht er auch auf die Personalpolitik der Leitung des Studierendenwerks und Plänen, infolge der Diskussion um die Tagesarbeitsverträge die Anzahl der studentischen Beschäftigten deutlich zu kürzen, und diese durch nicht-studentische Festangestellte zu ersetzen, ein.

Gerhard Kleinböck nimmt dabei insbesondere die Landesregierung in die Pflicht.

„Plant die Landesregierung, Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation bei den Studierendenwerken in Heidelberg sowie ihren Subunternehmen zu ergreifen? Wenn ja, welche? Plant die Landesregierung das Gespräch mit den betroffenen studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere den Unterzeichnern des Offenen Briefs zur aktuellen Situation im Studierendenwerk Heidelberg, zu ergreifen?“,

will er in seiner Initiative abschließend von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer konkret wissen. Diese hat nun drei Wochen Zeit die Anfrage des Abgeordneten zu beantworten.

„Spätestens seit den Entwicklungen im Frühjahr hätte die zuständige Wissenschaftsministerin die Zustände beim Studierendenwerk in Heidelberg genau im Blick haben müssen. Sie hat ihren Laden jedoch offensichtlich nicht im Griff. Es bleibt zu hoffen, dass Theresia Bauer nun endlich eingreifen wird und für anständige Arbeitsbedingungen beim Studierendenwerk ihrer Heimatstadt sorgen wird“,

will Gerhard Kleinböck bei der Reaktion aus Stuttgart und der weiteren Entwicklung beim Studierendenwerk ganz genau hinschauen.

 

 

Anmerkung:

Der Offene Brief der studentischen Beschäftigten zur aktuellen Situation im Studierendenwerk Heidelberg findet sich unter:

https://www.stura.uni-heidelberg.de/nachrichten/archive/2018/august/02/article/offener-brief-zur-aktuellen-situation-im-studierendenwerk-heidelberg.html

 
 

Homepage Gerhard Kleinböck MdL

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