Mitglieder der Oftersheimer SPD stimmen für parteiinterne Reformen

Veröffentlicht am 07.12.2017 in Ortsverein

Sie erfuhren es ganz frisch, die Oftersheimer Genossinnen und Genossen, dass Jamaika wieder eine Insel in der Karibik ist und kein politisches Bündnis in Deutschland. Als der Ortsvereinsvorsitzende Andreas Heisel die Sozialdemokraten begrüßte, war zumindest eine Meinung am Tisch deutlich zu vernehmen: Bitte keine Neuwahlen in absehbarer Zeit! Wahlen, beziehungsweise Wahlkämpfe kosten Geld und sehr viel Kraft. Solch ein Ergebnis von Koalitionsverhandlungen braucht keiner. Diese Kraft wird jetzt für etwas anderes gebraucht, denn die SPD braucht Zeit, um mit einem Neuanfang in der Partei eine neue Politik vorzubereiten. Ein „weiter so“ in der Partei oder einer Regierung wäre nach dieser Bundestagswahl das denkbar schlechteste Signal.

Zunächst einmal mussten allerdings die Delegierten für die Kreisparteitage gewählt werden. Auf der Kreisebene wird die SPD Oftersheim in Zukunft vertreten durch Katharina Seufert, Andreas Heisel und Alexander Leonhardt, als Ersatzdelegierte stehen Walter Herberg, Gerhard Wenner und Ursula Wertheim-Schäfer zur Verfügung. Danach stellte Matthias Agirdogan eine SPD-Initiative vor, die den Neustart der Partei ermöglichen will, keine leichte Aufgabe bei einem über 150 Jahre alten Tanker. Es wurden insgesamt acht Punkte vorgestellt, deren Umsetzung den Anwesenden möglich schien. So werden zum Beispiel die Potenziale der Mitglieder zu wenig ausgeschöpft, nur etwa ein Fünftel der Parteimitglieder gehört zu den Aktiven. Um die erfreulicherweise vielen neuen Mitglieder einzubinden, sollen auch diese sich einbringen können, dass soll in Zukunft auch in digitaler Form möglich sein. Der Antrag der parteiinternen Initiative " SPD ++ " wurde einstimmig angenommen. Der Ortsverein Oftersheim schloss sich damit vor dem bevorstehenden Bundesparteitag den Reformvorschlägen im vollen Umfang an.
Doch trotz allen Neuanfangs geht es bei politischen Parteien um Wahlen, und die nächsten anstehenden Wahlen sind die Kommunalwahlen im übernächsten Jahr. So stellte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rathaus, Jens Rüttinger, einige Anträge der Fraktion zum nächsten Jahr vor und veröffentlichte sie danach ausführlich im Gemeindeblatt. Beispiel: An den Ortseingängen sollen Kreisverkehre installiert und der Fußweg hinter der Nansenstraße bzw. Albert-Schweitzer-Straße saniert werden.

Ein sehr wichtiges Element stellt nach Meinung der SPD die Einstellung einer Fachkraft zur Sprachförderung an den Kindergärten da, denn nicht nur Flüchtlingskinder haben Probleme mit der korrekten Anwendung der deutschen Sprache. Diskutiert wurde auch über die Umbaumaßnahmen am Oftersheimer Bahnhof, denn ein Aufzug allein nützt wenig, wenn die Rampe dorthin für Kinderwagen oder Menschen mit Gehhilfe zu steil bleibt. Auch, wenn andere Beteiligte diese Forderung als unerheblich betrachten, die SPD will immer wieder daran erinnern. Bei der Bahnsanierung einem Teil der Bahnnutzer den Zugang zum Bahnsteig von vornherein schwierig zu machen entspricht dem Geist planerischer Überheblichkeit.

Ingo Staudt

 
 

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