Born: "Eisenmann muss aufhören, Vertretungslehrkräfte vor den Sommerferien vor die Tür zu setzen"

Veröffentlicht am 14.09.2018 in Pressemitteilungen

Eine Anfrage des SPD-Bildungspolitikers an die Landesregierung zeigt, dass die Anzahl der befristet beschäftigten Lehrkräfte in Baden-Württemberg steigt. Während der Sommerferien sind diese Lehrerinnen und Lehrer arbeitslos. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, fordert Born die Kultusministerin Eisenmann (CDU) auf, die Vertretungslehrkräfte künftig auch in den Sommerferien zu beschäftigen.

Stuttgart. Die Zahlen sprechen für sich: Laut der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des SPD-Bildungspolitikers Daniel Born werden immer mehr Vertretungsverträge mit Lehrkräften abgeschlossen. In den letzten fünf Jahren ist ein Anstieg um zwei Drittel auf etwa 3300 Lehrkräfte zu verbuchen. Die Lehrerinnen und Lehrer schließen Lücken, die durch Krankheitsausfälle oder aufgrund von Elternzeit auftreten, werden aber nur bis zum Schuljahresende beim Land beschäftigt. In den Sommerferien müssen sie sich arbeitslos melden.

Born fordert die Kultusministerin Eisenmann auf, diese schlechte Tradition zu beenden: „Ohne die Vertretungslehrkräfte würde in Zeiten des Lehrermangels nichts gehen. Es ist auch ein Zeichen der Wertschätzung, die Menschen, die den Schulbetrieb am Laufen halten, nicht am ersten Tag der Sommerferien vor die Tür zu setzen. Das Geld dafür ist da, die Landeskassen sind voll.“ Eine Stichtagsregelung wie sie in anderen Bundesländern gilt, würde das Land etwa 11 Millionen Euro jährlich kosten, so das Kultusministerium.

Und tatsächlich scheint die Landesregierung ihre Blockadehaltung auf Druck von SPD und Gewerkschaften zu lockern: Zumindest Lehrkräfte, die für die Dauer der Elternzeit von Kollegen eingesetzt werden, könnten längere Verträge bekommen, so das Kultusministerium auf die SPD-Anfrage.

Abschließend fordert Born: „Es ist höchste Zeit, dass Baden-Württemberg in Sachen Lehrerarbeitslosigkeit über die Sommerferien die unrühmliche Führungsposition im Bundesvergleich abgibt und sich auf Grundlage guter Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte in anderen Bereichen zurück an die Spitze kämpft.“

 
 

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