1000 Arbeitsplätze im Land bedroht

Veröffentlicht am 12.01.2006 in Landespolitik

SPD-Spitzenkandidatin fordert von Oettinger Einsatz für Sparkassen Informatik in Baden-Württemberg

Ute Vogt: „Angesagt ist Flagge zeigen anstatt Vogel-Strauß-Politik“

Die SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt hat in der Diskussion um den drohenden Stellen-abbau bei der Sparkassen Informatik die Landesregierung aufgefordert, „das Heft in die Hand zu nehmen“ und sich für den Standort Baden-Württemberg einzusetzen.

„Es kann nicht sein, dass Ministerpräsident Oettinger trotz politischer Einflussmöglichkei-ten tatenlos zusieht, wenn hochwertige IT-Arbeitsplätze von Baden-Württemberg in an-dere Bundesländer verlagert werden“, sagte die SPD-Spitzenkandidatin zur Landtags-wahl unter Bezugnahme auf ein Gespräch mit dem hiesigen Betriebsrat der Sparkassen Informatik am gestrigen Mittwoch in Karlsruhe. „Es ist höchste Zeit, im Interesse des Technologielands Baden-Württemberg auf die Beibehaltung der beiden Sparkassenre-chenzentren in Karlsruhe und Fellbach hinzuwirken.“

Zum Hintergrund: Im Jahr 2001 fusionierten die IT-Unternehmen der Sparkassenver-bände in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Rheinland, Westfalen-Lippe und Hessen mit Hauptsitz in Frankfurt. In 2006 wird wohl der bayrische Sparkassenverband hinzu-kommen. Ende 2006 werden die die bisher bestehende Bestandsgarantien für die Standorte Karlsruhe und Fellbach voraussichtlich auslaufen.

Die Geschäftsführung der Sparkassen Informatik verfolgt jetzt die Unternehmensstrate-gie, die Standorte zu konzentrieren, wobei hier im Süden Deutschlands offenbar Ar-beitsplätze aus Baden-Württemberg in andere Bundesländer verlagert werden sollen. Davon wären ca. 450 Beschäftigte in Karlsruhe und die gleiche Anzahl Arbeitsplätze in Fellbach – zumeist hochqualifizierte Kräfte wie Informatiker und Software-Entwickler – betroffen. Sollte es zum Wegfall der Standorte kommen, sind weitere hunderte Arbeits-plätze von Zulieferern und Dienstleistern in den Regionen Karlsruhe und Fellbach ge-fährdet.

Aufgrund des öffentlich-rechtlichen Charakters, des Auftrags regionaler Verantwortung und insbesondere der Gesellschafterstruktur der Sparkassen sei es „mit dem richtigen landespolitischen Willen“ durchaus möglich, sich für einen erfolgreichen Erhalt der Ar-beitsplätze in der Fächerstadt und in Fellbach einzusetzen, so Vogt. Denn ohne die Zu-stimmung der baden-württembergischen Vertreter in der Gesellschafterversammlung der Sparkassen Informatik sei die geplante Konzentration der Standorte in Deutschland-überhaupt nicht möglich.

„Herr Oettinger ist jetzt gefordert, auf die Gesellschafter im Land zuzugehen und eine gemeinsame Strategie im Interesse der IT-Standorte und der Arbeitsplätze in Baden-Württemberg abzusprechen“, erklärte die SPD-Landesvorsitzende. „Angesagt ist Flagge zeigen anstatt Vogel-Strauß-Politik.“

Die Gesellschafter aus dem Land sind der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg und CDU-Politiker Heinrich Haasis, der Vorstandsvorsitzende der Spar-kasse Ulm Manfred Oster sowie der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Heidelberg Helmut Schleweis.

Andreas Reißig
Pressesprecher

 

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