Gerhard Kleinböck mit SPD Ortsvereinen in der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried

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"Die Auswertungen der Grundschulempfehlungen macht deutlich, dass das 3-gliedrige Schulsystem mit seiner frühen Selektion, schlicht und ergreifend falsch ist“, so Kleinböck.

Den Tag der offenen Tür an der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) am Samstagvormittag nahm Gerhard Kleinböck zum Anlass für eine Besichtigung der Schule. Zusammen mit anderen SPD-Ortsvorständen aus dem Wahlkreis informierte er sich bei Schulleiter Diehl und Studiendirektor Klodt über das Erfolgsmodell der IGMH. Die Schule, die als einzige in der Region noch das Abitur nach 9 Jahren anbietet, erlebt derzeit einen großen Andrang. Über 400 Schüler hätten sich für das neue Schuljahr bereits angemeldet, berichtete Bernhard Klodt, nur etwas über 200 Schüler könnten jedoch aufgenommen werden. Das große, gerade neu renovierte Gebäude bietet Platz für derzeit rund 1500 Schüler aus allen Sekundarstufen. Grund für die Vielzahl an Anmeldungen ist nicht nur die Möglichkeit des G9 und die hervorragende Ausstattung der Schule. Das Konzept der integrierten Gesamtschule, in der die Schüler unabhängig von ihrer Grundschulempfehlung gemeinsam lernen, überzeugt viele Eltern und letztlich auch die Kinder selbst. Bis einschließlich zur 7. Klasse lernen die Kinder gemeinsam und können in den Hauptfächern verschiedene Schwierigkeitsstufen (A, B und C) wählen. Die sind dann am Ende der 7. Klasse ausschlaggebend ob ein Schüler den gymnasialen, den Realschul- oder den Haupt/Werkrealschul-Zweig einschlägt. Aber auch nach der 7. Klasse sind die Schüler weiterhin im selben Gebäudeblock untergebracht und besuchen zusammen die Arbeitsgemeinschaften. Die Durchlässigkeit der verschiedenen Zweige ist an der IGMH vor allem zwischen der Realschule und dem Gymnasium sehr hoch.
Interessant war für die Zuhörer in diesem Zusammenhang auch eine Grafik, die veranschaulicht wie viel Prozent der Schüler mit einer jeweiligen Grundschulempfehlung am Ende ihrer Schulkarriere an der IGMH das Abitur schaffen. 42% der 5.Klässler, die mit einer Realschulempfehlung in die IGMH kamen, schafften am Ende das Abitur. 12% der Abiturienten hatten sogar anfangs eine Hauptschulempfehlung. „Das zeigt klar und deutlich, dass die Praxis in Baden-Württemberg, mit der man Grundschüler starr versucht in drei Bildungswege einzuordnen, schlicht und ergreifend falsch ist“, äußerte sich Kleinböck beim Anblick dieser Auswertungen.
Leider gehört die IGMH zu den ganz wenigen Schulen im Land, die ein solches innovatives und auf Chancengleichheit ausgerichtetes Konzept verfolgen können. Die Landesregierung stellt sich seit Jahren quer, wenn es darum geht Schulmodelle zu entwickeln, die längeres, gemeinsames Lernen möglich machen. Die IGMH beweist, dass solche Modelle auch seit Jahrzehnten erfolgreich weiterentwickelt werden.
Gerhard Kleinböck kündigte an auch weiterhin im Landtag für innovative Schulmodelle zu kämpfen und den Weg für weitere integrative Gesamtschulen zu ebnen.

 

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