Bericht der Projektgruppe Mitgliederwerbung

Hilfsmittel zur Mitgliederwerbung

 

Ziele der Projektgruppe

  • Dem Kreisvorstand, den Arbeitsgemeinschaften und den Ortsvereinen Anleitungen und Anregungen für die Gewinnung von Mitgliedern oder Unterstützern geben.
  • Konzeptionen für Gruppenveranstaltungen in der Organisation entwickeln.
  • Das Thema Mitgliederwerbung durch Veranstaltungen der Projektgruppe publik machen.
  • Den Kreisvorstand, die Arbeitsgemeinschaften und die Ortsvereine bei Bedarf persönlich unterstützen.

Es geht insbesondere darum, die verständliche Barriere zu überwinden, auf fremde Menschen zuzugehen und diese zu einem Beitritt in eine Organisation zu bewegen. Die Projektgruppe sieht ihre Aufgabe darin, den Werbern Argumentationshilfen zu geben und sie sicher zu machen in der Ansprache von Noch-Nicht-Mitgliedern.

 

Aktuelle Maßnahmen

  1. Argumentations- und Motivationspapier
    Die Gruppe arbeitet an dem Papier „Warum in die SPD eintreten. Noch-Nicht-Mitglieder binden sich an eine Organisation, wenn sie für sich einen Nutzen sehen. Dieser Nutzen soll in diesem Papier formuliert werden.
  2. Fragebogen zur Standortbestimmung des Ortsvereins
    Durch vorformulierte Fragen soll der Ortsverein in die Lage gesetzt werden, eine Standortbestimmung vorzunehmen und Ziele der Mitgliederwerbung zu formulieren.
  3. Projekt 1 Promille
    Neue Mitglieder können wir nur bei politisch Interessierten und Beitrittsbereiten finden. Grundidee ist, Menschen auf Unterstützer-Ebene dazu anzuregen, sich überhaupt parteipolitisch zu engagieren.
  4. Veranstaltung mit Hubertus Heil am 7.12.2007 in Sinsheim
    Ziel der Veranstaltung ist es, auch die Mandatsträger dazu zu motivieren, neue Mitglieder zu werben.
  5. Aktion der Jusos Rhein-Neckar
    Die Jusos Rhein-Neckar haben an verschiedenen Orten eine Werbeaktion bei jungen Noch-Nicht-Mitgliedern durchgeführt. Das Ergebnis der Aktion wird derzeit ausgewertet.
 

Zwischenergebnisse

Die Projektgruppe ist schwer in Gang gekommen, aber sie hat sich jetzt gefunden. In der ersten Phase ihrer Arbeit hat sie erkannt, dass die Arbeit in einer überschaubaren Gruppe zielorientierter ist. Jeder, der sich einbringen will, ist aber gerne willkommen.

Das Projekt 1 Promille hat bisher noch nicht das erwünschte Ergebnis gebracht. Nochmals zur Erklärung: Es geht darum, politisch Interessierte aus unserem nahen Umfeld mit Informationen über unsere Partei zu beliefern und sie zu unseren Veranstaltungen einzuladen. Die aktive Mitgliederwerbung steht hier nicht an erster Stelle. Sie soll und muss aber das mittelfristige Ziel sein.

„Man muss die Welt so nehmen, wie sie ist, aber man darf sie nicht so lassen.“

Das war das Lebensmotto von Karl Richter, geb. 1904 in Berlin und 84 Jahre Mitglied der SPD. Etwas abgewandelt: Die Parteiwelt hat sich geändert. Die gesellschaftliche Individualisierung führt oft zu einer Abkehr von Großorganisationen. Vorfeldorganisationen wie die Gewerkschaften fallen als Rekrutierungsfelder aus und in der Wissens- und Mediengesellschaft fallen die Parteien als Informationsvermittler aus. Auch wenn verschiedene Soziologen und Politologen das Ende der Mitgliederparteien sehen, ist die Projektgruppe Mitgliederwerbung anderer Meinung. Die Mitglieder geben den Parteien die politische Legitimität an der Basis. Die Mitglieder sind die Botschafter der Partei vor Ort, sie leiten Meinungen und Ideen an ihre Politiker weiter. Und sie sind vor allem die politischen Kommunikatoren an der Basis. Und schließlich sind Parteimitglieder politisch gebildeter und sie stellen die zukünftigen Politiker. Wir dürfen die Parteiwelt nicht so lassen und müssen den permanenten Aderlass unserer Mitglieder stoppen.

Das neue Hamburger Grundsatzprogramm hat die politischen Werte der Sozialdemokratie auf der Höhe der Zeit neu justiert. Mit diesem Werkzeug ist die Ansprache an Noch-Nicht-Mitglieder leichter. Lasst uns in diesem Sinne selbstbewusst und selbstsicher unsere politische Heimat durch eine breitere Verankerung unserer Idee stärken.

Gisbert Kühner

 

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